Programm und Ziele
In ARBEIT werden Ergebnisse arbeitsbezogener Forschung zu Veränderungen von Arbeit und Beschäftigung, zu Innovationen in der Arbeitsgestaltung und zu neuen Fragen der Arbeitspolitik veröffentlicht. Die Zeitschrift ARBEIT will damit zur disziplinenübergreifenden Aufbereitung, Diskussion und Weiterentwicklung von Arbeitsforschung beitragen.
Die Zeitschrift bietet eine Plattform, um den interdisziplinären Dialog in der Wissenschaft zwischen Sozialwissenschaften und Ökonomie, Arbeitssoziologie und Frauen- und Genderforschung, Arbeitswissenschaft und Organisationsberatung, Psychologie und Soziologie, Sozialwissenschaften und Technik sowie zwischen Wissenschaftler/innen in der Forschung und in Praxisfeldern der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu fördern. Um dies leisten zu können, wird die ARBEIT von einem interdisziplinär zusammengesetzten Kreis von Wissenschaftler/innen aus diesen Fachgebieten herausgegeben.
Die Zeitschrift ARBEIT erscheint vier Mal im Jahr, derzeit im 18. Jahrgang, in der Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft (ISSN 0941-5025). In ARBEIT werden vor allem Beiträge aus der aktuellen Forschung veröffentlicht, insbesondere solche die mit neuen empirischen Ergebnissen zum Erkenntnisfortschritt beitragen. Beispielhaft sollen hier einige Themen von Beiträgen aus den jüngsten Heften genannt werden wie Veränderungen im Übergang von Berufs- und Erwerbssystem in Deutschland und im internationalen Vergleich, Wissenstransfer im Kontext von sozialer Arbeit, betriebliche Ausbildungs- und Rekrutierungsstrategien im IT-Sektor, Flexibilisierung von Beschäftigung, „silver workers“, Ubiquitäres Computing, Niedriglohnbeschäftigung u.a.
Regelmäßig werden thematische Schwerpunkthefte, beispielsweise zu Wissensmanagement (1/2003), Neuer Qualität der Arbeit (4/2004), Demografischem Wandel (4/2005), Arbeit und Beschäftigung in der Globalisierung (3/2006), Bildung und Arbeit im Modell Deutschland (4/2008), Arbeit und Gesundheit (4/2009, i. E.), herausgegeben.
„Zukunft der Arbeit – Zukunft der Arbeitsforschung“
Die Zeitschrift ARBEIT ergreift die Initiative, den Diskurs über Arbeitsforschung in disziplinen-übergreifender Perspektive zu fördern und lädt hiermit ein, Beiträge zum Thema einzureichen.
ARBEIT ist eine interdisziplinär ausgerichtete Zeitschrift, die Ergebnisse aus den Arbeitswissenschaften, der Arbeits- und Industriesoziologie, der Arbeits- und Organisationspsychologie, der Berufspädagogik, den Wirtschaftswissenschaften und weiteren Disziplinen zur Diskussion stellt. Sie will damit Verbindungen stiften und Kommunikation fördern zwischen den Disziplinen sowie zwischen Wissenschaft und Praxis.
Wir wollen in der Zeitschrift einen forschungspolitischen und forschungspraktischen Diskurs eröffnen: Die Veränderungen in der Organisation von Arbeit, den Anforderungen an die Arbeitenden, der technischen Infrastruktur, den Beschäftigungsverhältnissen und Arbeitsbedingungen sind unübersehbar. Aufkommende neue Konfliktlinien und Gefährdungen arbeitspolitischer Gestaltungsfähigkeit werfen neue Fragen für die Arbeitsforschung auf und erfordern neue methodische und theoretische Ansätze.
Im gegenwärtigen Prozess des Umbruchs der Gesellschaft kommt Arbeit eine entscheidende Rolle zu. Arbeit bleibt auch in der Dienstleistungs-, Informations- oder Wissenschaftsgesellschaft zentraler Bezugspunkt der Gestaltung des individuellen Lebens sowie Quelle des gesellschaftlichen Wohlstands. Innovationsrelevantes Wissen, das zunehmend als Ressource entdeckt wird, muss erst durch Arbeit in Betrieben, Labors, wissenschaftlichen Forschungsstätten und Bildungseinrichtungen erzeugt und weiter entwickelt werden, bevor es – wiederum vermittelt durch lebendige Arbeit - in Produktions- und Dienstleistungsprozessen eingesetzt werden kann, um Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Für den Einzelnen ist die Beteiligung an Erwerbsarbeit trotz anhaltender Arbeitsmarktprobleme weiterhin von großer Bedeutung. Durch die Ausbreitung von flexiblen Arbeitsmärkten und Elementen von Marktsteuerung in Arbeitsverhältnissen und an Arbeitsplätzen breiten sich Risikoerfahrungen nicht nur im Erwerbsleben aus, sondern prägen auch Handlungsmöglichkeiten im Alltagsleben.
Arbeitsforschung ist und bleibt somit ein Herzstück gesellschaftlicher Innovationsprozesse. Eine Innovationspolitik, die einseitig auf Technologieentwicklung setzt, wird ihre Ziele nicht erreichen.
Dabei verändern sich Funktionen und Positionen von Arbeitsforschung in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sowie die Erwartungen an ihre Ergebnisse und Leistungsfähigkeit. Auch die Forschungsprozesse und Konzepte unterliegen erheblichen Veränderungen. Die Beziehung zwischen Wissenschaft und Praxis verschiebt sich von der klassischen Trennung von Wissenserzeugung und Wissensanwendung hin zu engeren Kooperationen zwischen den Akteuren der Gestaltung der Arbeitwelt der Zukunft. Für Arbeitsforschung eröffnet sich damit ein großes Spektrum von Fragestellungen, Methoden und Kooperationspartnern. Sie ist damit aber auch herausgefordert, neue Formen der Produktion ihrer Erkenntnisse zu entwickeln und sich auf neue Anforderungen an den Wissenstransfer einzulassen.
Erwünscht sind Beiträge,
Thematisch sollen Fragen der Beschäftigungsentwicklung, des demografischen Wandels, der Gesundheitsförderung in der Arbeit, der Veränderung von Biografien und Berufsmustern ebenso behandelt werden wie Prozesse der sozialen Integration und Desintegration, der sozialen Mobilität sowie der Auflösung traditioneller Strukturen und Generierung neuer Regelsysteme. Erwünscht sind vor allem auch Beiträge, die mehrere Aspekte und Themen miteinander verbinden, ebenso solche, die Aspekte und Themen in international vergleichender Weise behandeln.
Wir bitten um Originalaufsätze und Erfahrungsberichte aus der (Forschungs-)Praxis sowie Berichte über entsprechende Konferenzen und Tagungen. Auch Beiträge aus nicht deutschsprachigen Ländern – in englischer Sprache – sind erwünscht. Bitte beachten Sie unsere Seitenlimits für Hauptbeiträge (40.000 Zeichen, incl. Leerzeichen) und Kurzbeiträge (20.000 Zeichen).
Das Verfahren der Begutachtung
Es gilt das zum 15.07.2009 eingeführte doppelt-blinde Begutachtungsverfahren mit externen unabhängigen GutachterInnen. Für jeden zu beurteilenden Beitrag werden in der Regel zwei externe Gutachten eingeholt. Die GutachterInnen werden von demjenigen Mitglied des herausgebenden Kreises ausgewählt, in dessen fachlich-disziplinären Kompetenzbereich der Beitrag fällt und das federführend verantwortlich für das jeweilige Begutachtungsverfahren ist. Diese/r „verantwortliche HerausgeberIn“ wird aus den externen Gutachten und seiner/ihrer eigenen fachlichen Beurteilung eine Gesamtbewertung bilden und Hinweise für eine eventuell notwendige Überarbeitung durch die AutorInnen geben. In Zweifels- oder strittigen Fällen wird der gesamte Kreis der HerausgeberInnen über Annahme oder Ablehnung entscheiden.
Stichtage für die Einreichung von Beiträgen: 15.10.09, 15.01.10, 15.04.10, ff.
Bitte schicken Sie Ihre Beiträge als Word-Datei und als Ausdruck an die Redaktion.
Ihre weiteren Fragen und Ihre Beiträge erwarten die Herausgeber und Herausgeberinnen der ARBEIT
Prof. Dr. Gerhard Bosch, Duisburg-Essen, Prof. Dr. Katrin Hansen, Gelsenkirchen, Prof. Dr. Arne Heise, Hamburg, Prof. Dr. Thomas Herrmann, Bochum, Prof. Dr. Jürgen Howaldt, Dortmund, Dr. Heike Jacobsen, Dortmund, Prof. Dr. Hermann Kotthoff, Saarbrücken/ Darmstadt, Prof. Dr. Heiner Minssen, Bochum, Prof. Dr. Hartmut Neuendorff, Dortmund, Prof. Dr. Angela Paul-Kohlhoff, Darmstadt, Prof. Dr. Karen Shire, Duisburg-Essen, Prof. Dr. Ivars Udris, Zürich
Adresse der Redaktion:
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Sozialforschungsstelle Dortmund
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