Zeitschrift Arbeit, Jahrgang 1992

Heft 1 - Heft 2 - Heft 3 - Heft 4

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Heft 1/1992

Volker Volkholz:
Erwerbsarbeit der Zukunft

Ursula Müller, Monika Holzbecher:
Sexuelle Belästigung - eine unsichtbare Dimension von Belastung am Arbeitsplatz

Willi Pöhler:
Die Bedeutung situativer Analysen für die Arbeits- und Organisationsgestaltung

Gerd Peter:
Situation-Institution-System als Grundkategorien einer Arbeitsanalyse

Alfred Heese:
Arbeitspolitik als unternehmerische Aufgabe

Uwe Jürgenhake, Rainer Lichte:
Stahlarbeit: Umbruch in einer konservativen Branche


 

Heft 2/1992

Christian von Ferber:
Arbeitswissenschaft - psychosozialer Streß - gesundheitsgerechtere Arbeitsgestaltung

Joachim Rosenow:
Personalanpassung durch Verrentung

Wolfgang Slesina, Manfred Broekmann:
Gesundheitszirkel zur Verstärkung des Gesundheitsschutzes im Betrieb

Rainer Skrotzki:
Arbeitsstrukturierung und Entgeltgestaltung bei flexiblen Fertigungsstrukturen

Nicola Hirsch, Winfried Mengelkamp:
Kommunale Beschäftigungsgesellschaften - ein arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit


 

Heft 3/1992

Jürgen Howaldt, Ralf Kopp:
lean production = mean production?

Klaus Kock:
Kontrolle und Flexibilisierung des Arbeitskräfteeinsatzes durch Subunternehmen

Hermann Groß:
Betriebszeiten in der Bundesrepublik Deutschland

Andrea Maurer:
Das Zeitgerüst der Arbeitswelt: Arbeitstag - Arbeitswoche - Arbeitsjahr

Michael Schwarz:
Betrieblicher Umweltschutz: Konsens im Bewußtsein, Defizite im Handeln


 

Heft 4/1992

Andreas Renner:
Dienstleistungsarbeit bei der Bundesbahn - Am Beispiel der ZugbegleiterInnen im IC-/EC-Dienst

In der Arbeitsgestaltung klienten- und konsumentenorientierter Dienstleistungsarbeit werden diese Klienten bzw. Konsumenten nur unzureichend einbezogen. Mit einer systematischen Beobachtung der Arbeit der ZugbegleiterInnen lassen sich Aspekte und Bezugspunkte herausarbeiten, die einen Anstoß für die Weiterentwicklung der Arbeitskonzepte für den Zugbegleitdienst hinsichtlich Organisation und Qualifizierung geben können.

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Dieter Fröhlich, Paul Hild:
Erhöhen neue Informationstechnologien den Handlungsspielraum in der Arbeit? Eine empirische Analyse am Beispiel der CNC-Technik

Vom Einsatz der neuen Informationstechnologien in der Produktion werden gegenwärtig für die Beschäftigten größere Autonomie und erweiterte Handlungsspielräume in der Arbeit erwartet. Die wenigen empirischen Belege stützen diese Erwartungen jedoch nicht. Eine eigene Befragung von 511 Teilnehmern an CNC-Weiterbildungskursen sowie von 456 Beschäftigten eineinhalb Jahre nach der Weiterbildung ergab: Im Durchschnitt aller Anwendungen verändert die CNCTechnik gegenüber der konventionellen Technik den menschlichen Handlungsspielraum in der Arbeit nicht. Allerdings sind CNC-Anwendungen mit ganzheitlichem Arbeitszuschnitt, die Programmiertätigkeiten und Maschinenbedienung in einer Hand vereinen, für Facharbeiter mit größerem Entscheidungs- und Tätigkeitsspielraum verbunden. Maschinenbedienung im Anwendungsbereich der neuen Technik verringert hingegen den Handlungsspielraum.

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Helmut Martens:
Gewerkschaftlicher Organisationsaufbau und Mitbestimmung in Ostdeutschland - De-Modernisierung oder Modernisierungsimpulse?

Die friedliche Revolution und der Zusammenbruch des politischen Systems der ehemaligen DDR stellen innerhalb des historisch beispiellosen Zusammenbruchs des “Jahrhundertexperiments” des Kommunismus insofern einen besonders herausgehobenen Vorgang dar, als mit der deutschen Vereinigung ein gesellschaftlicher Transformationsprozeß eingeleitet worden ist, der wegen seines Modellcharakters in besonderer Weise unter Erfolgszwang steht und der auf den ersten Blick als ein Prozeß erscheint, in dem es um die Implementation eines leistungsfähigen Institutionengefüges aus der Bundesrepublik (alt) in die neuen Bundesländer geht. Tatsächlich aber sind wir Zeitzeugen eines eigenständigen Institutionalisierungsprozesses, dessen Resultate durchaus in einem gewissen Grade unbestimmt sind und von dem Rückwirkungen auf die größer gewordene neue Bundesrepublik insgesamt zu erwarten sind. In folgendem wird die These vertreten, daß in diesem Zusammenhang auf dem Feld der industriellen Beziehungen durchaus auch mit Modernisierungsimpulsen zu rechnen ist, da im Zuge der Übertragungsversuche der institutionelle Charakter der tragenden westlichen Strukturen klarer hervortritt und darüber die Ermüdung traditioneller Paradigmata den gewerkschaftlichen Akteuren deutlicher bewußt wird.

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Wolfgang Beywl, Wolfgang Helmstädter, Michael Wiedemeyer:
Gesellschaften zur Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung. Ausgangspunkt für künftige Organisationen einer
aktiven Beschäftigungspolitik in den neuen Bundesländern

In den ostdeutschen Bundesländern sind in den zurückliegenden zwei Jahren “Gesellschaften zur Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung” (ABS-Gesellschaften) gegründet worden. Auf dieses arbeitsmarktpolitische Instrument richten sich - besonders von Gewerkschaftsseite - große Erwartungen. Die ABS-Gesellschaften sollen einen spürbaren und strukturpolitisch konstruktiven Beitrag zur Behebung der dramatischen Beschäftigungskrise in Ostdeutschland leisten. Eine Analyse von Rahmenbedingungen und Konzeptionen der ABSGesellschaften zeigt, daß diese in ihrer derzeitigen Form die ihnen gestellten Aufgaben nicht erfüllen können. An Stelle der ABS-Gesellschaften muß ein differenzierteres System beschäftigungspolitischer Organisationen treten.

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Eva Kronenwett-Löhrlein:
Veränderungsprozesse auf dem westdeutschen Arbeitsmarkt. Das Beispiel geringfügige Beschäftigung: Dramatik oder Kontinuität?

Die geringfügige, d.h. nicht sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gehört zu den Bereichen der gesellschaftlichen Realität, die statistisch bislang unbefriedigend ausgeleuchtet sind. Über ihren Umfang und ihre Entwicklungsdynamik gibt es deshalb sehr unterschiedliche Aussagen und Vermutungen. Der folgende Beitrag referiert zunächst die wichtigsten Untersuchungen der letzten Jahre zu diesem Thema sowie die Ergebnisse des Mikrozensus 1990, der erstmals explizit nach einer geringfügigen Beschäftigung fragte. Durch die Unterschiede der Ansätze variieren ihre Ergebnisse innerhalb einer beachtlichen, jedoch begründ- und nachvollziehbaren Bandbreite. Es wird dann erläutert, daß das 1990 eingeführte, primär an der Erschwerung der mißbräuchlichen Ausnutzung der Geringfügigkeitsgrenze orientierte Meldeverfahren für geringfügig Beschäftigte keine verläßliche statistische Quantifizierung erlaubt und seriöse Informationen deshalb weiterhin nur aus den zuvor dargestellten Ansätzen gewonnen werden können.

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